Energy & utilities · Germany · Onshore wind / permit cycle

Deutsche Windprojektierer warten 25 Monate auf eine Genehmigung — und die zuständige Behörde ist ebenfalls unterbesetzt.

Bis 2030 will Deutschland 115 Gigawatt Onshore-Wind am Netz haben; aktuell sind es rund 64. Jede neue Windenergieanlage muss zuvor eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG, dem Immissionsschutzrecht des Bundes) durchlaufen. Nach Auswertungen der Fachagentur Wind und Solar, die das Verfahren von 2011 bis 2022 nachverfolgt hat, dauert allein dieser Genehmigungsschritt mittlerweile 25 Monate — fast doppelt so lange wie die 14 Monate vor 2018. An zwei Stellen fehlt qualifiziertes Personal: bei den Projektierern die Planungsingenieure, bei den Behörden die Sachbearbeiter.

01 Das Problem

Bis 2030 will Deutschland 115 Gigawatt Onshore-Wind — Windkraftanlagen an Land, nicht auf See — installiert haben. Aktuell sind es 64. Jede neue Anlage muss eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG, dem Immissionsschutzrecht des Bundes) durchlaufen. Die Fachagentur Wind und Solar (die Bundesfachagentur für Wind und Solar) hat das Verfahren zwischen 2011 und 2022 ausgewertet. Der Genehmigungsschritt dauert heute 25 Monate, fast doppelt so lange wie die 14 Monate vor 2018.1

Die Vollständigkeitsprüfung durch die Genehmigungsbehörde (das Landesamt, das die Antragsunterlagen sichtet) hat sich von 9 auf 18 Monate verlängert. Rechnet man die vier Jahre Vorentwicklung vor der Antragstellung hinzu, vergehen im Schnitt 50 Monate vom ersten Aktenvorgang bis zur ersten Kilowattstunde.2 An zwei Stellen fehlt qualifiziertes Personal. Den Vorhabenträgern fehlen Planungsingenieure, die Fledermausgutachten, Schallprognosen und Netzanschlussstudien für eine BImSchG-Antragsunterlage erstellen. Den Regierungspräsidien (den Genehmigungsbehörden auf Landesebene) fehlen Sachbearbeiter, die diese Unterlagen lesen.3

Der BDEW (der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) drängt darauf, externe Projektmanager nach §2a 9. BImSchV (einer Regelung von 2024, die private Sachverständige den Entwurf von Genehmigungsbescheiden übernehmen lässt) einzusetzen, um den Rückstau abzubauen.4 Die BImSchG-Novelle 2024 hat die Rolle gesetzlich verankert. In der Praxis kommt sie nur schleppend an.5 Jedes Jahr, das ein 30-Megawatt-Projekt in der Warteschlange steht, bindet 200.000 bis 1 Million Euro — bereits bezahlte Gutachten, unterschriebene Pachtoptionen, gewonnene Ausschreibungszuschläge mit einem Realisierungstermin, den das Projekt reißen wird.

25 Monate für eine einzige BImSchG-Genehmigung — vor 2018 waren es 14.
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Ein sächsischer Projektierer hängt im 19. Monat bei der Genehmigungsbehörde fest und hat einen Fledermausgutachter zu wenig. Ein hessisches Regierungspräsidium hat drei offene Stellen für BImSchG-Sachbearbeiter. Eine Personalvermittlung kann beide Listen füllen. Ihre Kunden lesen gerade diese Seite.
„Wann kommt die Genehmigung?" — jeder Vorhabenträger. „Bald." — die Behörde. „Aus welchem Jahrzehnt?" — eben.
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Sie vermitteln freiberufliche Fledermausgutachter, BImSchG-Antragsingenieure oder §2a-Projektmanager? Sie verkaufen Genehmigungs-Tracking-Software für deutsche Projektierer? Sie betreiben einen TR10-Standortgutachten-Dienst oder eine Schallprognose-SaaS, die Wochen aus der Antragsunterlage herausholt? Ihre Kunden sind genau jetzt auf dieser Seite.
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02Who solves this today

Fünf Anbieter auf dem deutschen Markt, die in ihrer eigenen Außendarstellung genau die Lücke adressieren, die der BImSchG-Genehmigungszyklus aufreißt — Standortgutachten und Energieertragsprognosen für die Antragsunterlagen, durchgängige Umwelt- und Verfahrensberatung, Fledermaus- und Avifauna-Erfassungen sowie die vollständige Erstellung von BImSchG-Anträgen. Jede Startseite wurde am Erstellungstag live geprüft. Die Auswahl ist bewusst eng gehalten.

Windenergie-Beratungsunternehmen mit Sitz in Reppenstedt. Die Startseite vermarktet Site Assessment, Standortgüteprognosen nach TR10 (der deutschen Technischen Richtlinie zur Ertragsprognose), Windatlas, Windmessungen, Due Diligence und Performance-Reporting — also genau die Berechnungen, die eine BImSchG-Antragsunterlage verlangt.
anemos.de
Deutsche Niederlassung der nordischen Ingenieur- und Managementberatung. Die Startseite vermarktet Energiewende-Themen und benennt komplexe Genehmigungsverfahren ausdrücklich als Engpass für Netz- und Erneuerbaren-Ausbau, mit multidisziplinären Teams, die auf Antragsteller-Seite die Bearbeitung der Antragsunterlagen übernehmen können.
de.ramboll.com
Umweltgutachterbüro mit Sitz in Husum. Die Startseite wirbt mit Leistungen für Onshore-Vorhaben, darunter Gutachten, faunistische Erfassungen, Fledermaus-Höhenmonitoring bei Windenergievorhaben und Umweltbaubegleitung — also genau die Fledermausgutachten, die BImSchG-Antragsunterlagen voraussetzen.
bioconsult-sh.de
Planungsbüro mit Sitz in Oldenburg. Die Startseite wirbt mit faunistischer und floristischer Grundlagenerfassung, der Erstellung komplexer Genehmigungsanträge, fachgutachterlicher Vertretung in Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren und Umweltbaubegleitung — eine vollständige Kapazität auf Antragsteller-Seite für BImSchG-Verfahren.
ibl-umweltplanung.de
Umwelt- und Regionalplanungsbüro mit Sitz in Oldenburg. Die Startseite vermarktet Umweltgutachten für Genehmigungsverfahren, Beratung und Verfahrensbegleitung sowie Planung und Monitoring von Kompensationsmaßnahmen — genau jene Kapazitäten, auf die Regierungspräsidien nach §2a ebenfalls zurückgreifen.
arsu.de

Angrenzende Anbieter wurden geprüft. Bosch & Partner (eine etablierte Beratung für Windgenehmigungen) wurde nicht aufgenommen, weil die Startseite am Erstellungstag im Live-Check fehlschlug (TLS-Zertifikatsproblem auf www.bosch-partner.de). BBB Umwelttechnik (bbb-umwelt.de) und KohlerNusbaumer (kohlernusbaumer.com) lieferten DNS-Auflösungsfehler und konnten am Erstellungstag nicht verifiziert werden. Die Fachagentur Wind und Solar (die Bundesfachagentur für Wind und Solar), der BDEW (der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) und die Regierungspräsidien (die Genehmigungsbehörden auf Landesebene) sind in Abschnitt 01 als Bundes-Datenquelle, Branchenverband und Regulierer genannt, nicht als Drittanbieter mit Lösungen. Aufnahme bedeutet keine Empfehlung; diese Liste ist ein Ausgangspunkt für Betreiber, die Unterstützung suchen.

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Operators discussing this

These are real German wind-energy operators talking about this pain in their own words on the Photovoltaikforum (Germany's largest renewable-energy operator board). They are the reason this page exists.

  • «Glaube wer 2026 den WKA-Ausbau nicht signifikant erhöht, der hat den Schuss nicht gehört und/oder will wirklich nicht… Realitätsverweigerung halt. Oder das Land hat halt schon wirklich genug und kann sich aufs repowering beschränken. Bayern wird übrigens bald auch noch anziehen… Genehmigungen und Auktionszuschläge zeigen das ja mittlerweile schon deutlich an.»

    "I reckon anyone who doesn't significantly raise wind-turbine build-out in 2026 has not heard the shot, or really does not want to… plain reality-denial. Or the state already has enough and can limit itself to repowering. Bavaria will pick up soon too… permits and tender awards are clearly showing this now."

    Neuigkeiten zur Windenergie (page 1048) · Photovoltaikforum — running operator news thread opened 14 January 2022; reached page 1048 in April 2026; 5 distinct Betreiber-flagged operators on the sampled page; operator dialogue on Genehmigungen, repowering and Auktionszuschläge directly evidences the permit-cycle pain.

  • «In 2025 wurde bei mir in der Umgebung (NRW) einiges an Windrädern hochgezogen, davor die Jahre auf jeden Fall um einiges weniger… Jetzt frage ich mich nur wie das rein Platztechnisch noch gehen soll das zu toppen. Weil durch die 1000m Abstandsregel wird das jetzt schon echt dünn mit Standorten… Eine Position wo vor 2 Jahren schonmal Plökke eingeschlagen wurden ist wohl hinfällig.»

    "In 2025 a fair number of turbines went up in my area (North Rhine-Westphalia), the years before were definitely a lot less… Now I just wonder how this can still be topped from a pure-space angle. Because of the 1000-metre setback rule, sites are getting really thin already… A spot where stakes were driven in two years ago is probably void now."

    Same thread (page 1048) · Photovoltaikforum — distinct NRW operator describing the second-order squeeze: every site that loses its setback eligibility has to start the BImSchG dossier over from zero, restarting the 25-month clock.

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