226 Gigawatt Batteriespeicher warten in Deutschland auf den Netzanschluss – die Wartezeit kann sich auf Jahre erstrecken.
Bis Ende 2024 hatten Deutschlands vier Übertragungsnetzbetreiber rund 650 Anschlussanfragen für Großspeicher-Projekte mit zusammen etwa 226 GW erfasst – weit mehr, als das Netz tragen kann. Entwickler bezahlen eine erste Machbarkeitsstudie und warten dann sechs bis zwölf Monate – manchmal länger – bis der zuständige Verteilnetzbetreiber überhaupt bestätigt, ob am geplanten Standort noch Kapazität frei ist. Am 30. Januar 2026 hat die Bundesnetzagentur (Deutschlands nationale Netzregulierungsbehörde) ihre Batteriespeicher-FAQ neu gefasst, um etwas Ordnung zu schaffen. Die Warteschlange wuchs weiter.
01 Der Schmerz
650 Anschlussanfragen. 226 Gigawatt Batteriespeicher, die sich ans deutsche Netz anschließen wollen – so groß war die Warteschlange, die Deutschlands vier Übertragungsnetzbetreiber Ende 2024 meldeten, und sie wächst weiter.1 Ein neuer Entwickler sucht sich einen Standort aus, bezahlt eine frühe Machbarkeitsstudie und wartet dann sechs bis zwölf Monate auf den Verteilnetzbetreiber (den regionalen Netzbetreiber, dem das Mittelspannungsnetz gehört) – auf ein Ja, ein Nein oder ein halbes Ja, das bei der Inbetriebnahme wieder kassiert wird.2
Am 30. Januar 2026 hat die Bundesnetzagentur (Deutschlands nationale Netzregulierungsbehörde) ihre Batteriespeicher-FAQ neu gefasst, um zu klären, wer eigentlich wofür zuständig ist.3 Die Warteschlange schrumpfte nicht. Der Branchenverband Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) nannte es im November 2025 „ein Wunder, dass wir überhaupt Speicherprojekte in Deutschland haben".4
Reinzukommen kostet Geld, lange bevor der erste Euro Umsatz fließt. Brauchbare Anschlusspunkte werden meist erst dann frei, wenn ein neues Umspannwerk gebaut ist – und der Entwickler zahlt den Baukostenzuschuss für genau dieses Umspannwerk obendrauf auf das Projekt-Capex.5 Direktvermarktung (der Verkauf von Batteriestrom am Stromgroßhandel) lohnt sich erst oberhalb der Schwelle von 500 kW / 1 MWh, kleinere Gewerbespeicher fallen also durch das Preisraster, das die Investition tragen müsste. Jeder Monat Wartezeit knabbert am 4. August 2029 – an dem Tag endet die Netzentgeltbefreiung für neue Großspeicher (Batterien über 1 MW). Wer den Stichtag verpasst, dem bricht das Zwanzigjahres-Erlösmodell weg.6
02Who solves this today
Fünf Anbieter auf dem deutschen Markt, die sich öffentlich genau als Lösung für die Lücke positionieren, die der BESS-Anschlussstau aufreißt – Full-Stack-BESS-Entwicklung mit netztopologie-gestützter Standortsuche, schlüsselfertige Integrator-Leistungen für Groß- und Gewerbespeicher und lizenzierte Großhandels-Plattformen, die den Asset monetarisieren, sobald er endlich am Netz hängt. Jede Anbieter-Website wurde am Tag der Veröffentlichung live geprüft. Die Liste ist bewusst kurz gehalten.
Angrenzende Anbieter wurden geprüft. Eco Stor (eco-stor.com), ein norwegisch-deutscher Anbieter von Second-Life-BESS-Containern, baut die Hardware, vermarktet aber keine End-to-End-Netzanschlussvermittlung in Deutschland und ist daher hier nicht aufgeführt. ENVIRIA (enviria.energy) vermarktet gewerbliche PV plus Speicher und Energiemanagement an die deutsche Industrie, ist damit aber breiter aufgestellt als die BESS-Netzanschluss-Nische. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), die Bundesnetzagentur (BNetzA) und die vier Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW) werden in Abschnitt 01 als Branchenverband, nationale Netzregulierungsbehörde bzw. Netzbetreiber zitiert – nicht als Drittanbieter-Lösungen.
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Operators discussing this
These are real German battery-storage operators talking about this pain in their own words on the Photovoltaikforum. They are the reason this page exists.
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«Netzanschluss ist schwierig. Insbesondere wenn da eine PV schon einspeist.»
"Grid connection is hard, especially when a PV plant already feeds in there."
Geschäftsmodell Gewerbespeicher Stand Alone ab 100 kWh/50 kW Netzanschluss — Direktvermarktung · Photovoltaikforum — 6 distinct German commercial-storage operators discussing the business case over an 11-day arc (21 October to 1 November 2025); sub-threads cover grid-connection refusal, Baukostenzuschuss surcharges, Direktvermarktung thresholds, and the 4 August 2029 grid-fee-exemption deadline. Thread last active 22 days before this page was written.