Deutschlands Solar-Ausschreibung war doppelt überzeichnet — unterlegene Projektierer verbrennen 50.000 bis 500.000 € an Vorlaufkosten.
Die Bundesnetzagentur — die deutsche Netzregulierungsbehörde — schrieb am 1. Dezember 2025 2,3 Gigawatt Freiflächen-Photovoltaik aus. Projektierer brachten 5,2 Gigawatt an Geboten — rund das 2,26-fache des angebotenen Volumens. Mehr als die Hälfte der bietenden Projekte ging mit bereits bezahlten Vorlaufkosten nach Hause: Pacht-Option, Netzanschlussangebot, Bietungs-Sicherheit. Die nächste Runde liegt Monate in der Ferne, und die Behörde legt die Volumina nur einmal jährlich fest, Mitte März.
01 Der Schmerz
Die Bundesnetzagentur — die deutsche Netzregulierungsbehörde — schrieb für die Ausschreibungsrunde am 1. Dezember 2025 2,3 Gigawatt Freiflächen-Photovoltaik aus. Projektierer brachten 5,2 Gigawatt an Geboten — rund das 2,26-fache des angebotenen Volumens.1,2 Mehr als die Hälfte ging ohne Zuschlag nach Hause. Jedes unterlegene Projekt hatte zuvor eine Pacht-Option (Landpacht-Optionsvertrag, 5.000 bis 30.000 € pro Hektar und Jahr), ein Netzanschlussangebot (Kostenvoranschlag zum Netzanschluss, 10.000 bis 60.000 € an Gutachten zuzüglich vorab fälligem Baukostenzuschuss) und eine Bietungs-Sicherheit (5 € je Kilowatt, also 25.000 € bei einem 5-Megawatt-Projekt) bezahlt. Die versenkten Vorlaufkosten eines typischen mittelgroßen Projekts liegen zwischen 50.000 und 500.000 €.
Die Bundesnetzagentur legt die Volumina der Auktionsrunden einmal jährlich Mitte März fest und hält sie bis zum nächsten März konstant — egal, wie viele bauflächenreife Projekte sich melden.3,4 Unterlegene Projekte dürfen erneut bieten, aber die Uhr der Pacht-Option läuft weiter, und die Bietungs-Sicherheit bleibt im Risiko. Bei Onshore-Wind läuft das seit über einem Jahr genauso: Jede Runde ist überzeichnet, während das Ausbauziel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hinterherhinkt.
Im Photovoltaikforum — dem zentralen Online-Treffpunkt deutscher Solar-Anlagenbetreiber — bringen es die Betroffenen auf eine knappe Formel: in der Luft hängen und am ausgestreckten Arm verhungern.5 Der unabhängige Projektierer kann nicht diversifizieren wie ein Versorger. Eine Runde falsch eingepreist — und ein Jahr Vorlaufkosten steht gestrandet im Regal.
Operators discussing this
These are real German solar-plant operators and project developers talking about the December 2025 oversubscription on the Photovoltaikforum — in their own words. They are the reason this page exists.
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«Die Freiflaechenauktion fuer Dezember war nun fast doppelt ueberzeichnet (5,2 GW Gebote fuer ausgeschriebene 2,3GW oder so) und eigentlich muessten ja 3x 3,3GW laut EEG ausgeschrieben werden. ... Ziemlich bescheuert, dass die Zahlen nur einmal im Jahr (Mitte Maerz, die naechste Ausschreibung bleibt also so niedrig) festgeklopft werden und so das ganze immer der Realitaet hinterherhinkt... da laesst man ne Menge Projekte in der Luft haengen und am ausgestreckten Arm verhungern waehrend die Uhr laeuft. Ganz schlimm ist das ja grade bei der onshore Windkraft wo seit ueber nem Jahr alles Ueberzeichnet ist.»
"The Freiflächen auction for December was almost twice oversubscribed (5.2 GW of bids for the 2.3 GW advertised) and according to EEG it should actually have been 3 × 3.3 GW. ... Pretty stupid that the numbers are nailed down once a year (mid-March, so the next auction stays at this low level) and the whole thing always lags reality... you leave a bunch of projects hanging in the air, starving with their arms outstretched while the clock ticks. It's especially bad in onshore wind, where every round for over a year has been oversubscribed."
Photovoltaik Zubau im Jahresverlauf 2026 · Photovoltaikforum — 4 distinct operator-flagged posters (henry22, grummel2, stefan, ragtime) on the 2026 monthly running tracker; thread opened January 2026, fresh activity through May 2026, multi-month arc.
02Who solves this today
Vier Anbieter, die öffentlich Dienstleistungen vermarkten, mit denen deutsche Projektierer ein Bundesnetzagentur-Gebot bepreisen, die Projektökonomie drumherum modellieren und die Vorlaufposition überbrücken oder veräußern, wenn eine Runde schiefgeht. Jede Anbieter-Startseite wurde am Tag der Recherche live geprüft. Verteilt über vier Preisbänder: tiefgehende Beratung für den deutschen Markt, paneuropäisches Markt-Intelligence-SaaS, Finanzmodellierungs-Software und Transaktionsberatung.
Benachbarte Anbieter wurden geprüft. Energy Brainpool ist eine bekannte Berliner Energiemarkt-Beratung, die in dieser Nische neben Enervis genannt wird; sowohl energybrainpool.com als auch www.energybrainpool.com lieferten am Tag der Recherche einen „Parked"-Platzhalter, sodass die aktive Selbstvermarktung nicht verifiziert werden konnte — der Eintrag wird zurückgehalten. Aurora Energy Research (ebenfalls in dieser Nische) war aus dieser Umgebung am Tag der Recherche nicht erreichbar (DNS-Auflösungsfehler). Die Bundesnetzagentur wird in Abschnitt 01 als nationale Netzregulierungsbehörde erwähnt, nicht als Drittanbieter-Lösung.
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